Uijuijui, EU – und nu?

Da denkt man, mit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung DSVGO und der ersten moderaten Abmahnungswelle sei die aktuellste Gefahr gebannt. Da trifft heute die Meldung über ein wahrscheinlich viel drastischeres Urteil des Europäischen Gerichtshof in Luxemburg ein. Die Richter haben entschieden, dass Betreiber von Facebook-Seiten für Facebooks (potentielle) Datenschutzverstöße mithaften. Nicht nur das: Das Urteil gibt offenbar her, ähnlich auch gegen andere Social-Media-Dienste, Blogs, YouTube-Videos usw. vorzugehen.

Das Kommunikationsmittel der Zukunft? Schnurgebunden, ohne Bildrechte (doch, dies: Pixabay), back to the roots…

 

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Fünfmal werden wir noch wach…

…dann ist sozusacke die Kacke am Dampfen – jedenfalls, wenn man per Google im Web nach aktuellen Ansichten zur Datenschutz-Grundverordnung (DSVGO) sucht. Selten wurde eine derart (vermutlich) weittragende Gesetzesregelung so dilettantisch von der Bundesregierung und den beteiligten Bundesbehörden eingeführt,  während die umliegenden EU-Nationen ihre Umsetzung der DSVGO in nationales Recht mit zahlreichen Anpassungen versehen haben, um zumindest diejenigen, die von Berufs wegen mit dem Datenschutz zu tun haben, vor den rechtlichen Folgen zu schützen. In Deutschland erdreisten sich noch im März die Vertreter des Innenministeriums, bei einer extra anberaumten Tagung des Bundesverband Deutscher Pressesprecher keinen Handlungsbedarf zu sehen, gemäß dem rheinischen Grundgesetz „Et is noch immer joot jejange“.  Der BdP fordert weiterhin (vergeblich) Bund und Länder auf, tätig zu werden, um unter anderem eine drohende Abmahnwelle ab dem 25. Mai zu verhindern oder zumindest abzumildern. Denn während die sogenannte „institutionalisierte Presse“ relativ problemlos auch weiterhin etwa Fotos von Veranstaltungen veröffentlichen darf, sieht das für Unternehmen (also auch Pressesprecher), aber auch für private Fotografen, Vereinschronisten und den Pressewart des Karnickelzuchtvereins wahrscheinlich düster aus.

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Auf zwei Neue!

IWA-Eingang am Eröffnungstag 2017 (UE-Foto)

Unverhofft kommt oft – wie kurz im letzten Beitrag geschildert, lief die branchenwichtigste Messe, die IWA Anfang März in Nürnberg, aus beruflicher Sicht sehr gut für mich.  So gut, dass gleich mehrere Verbände anfragten, ob ich für sie nicht vollzeitlich oder zumindest in Teilzeit die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen könnte. Da dies aber am letzten Messetag, am Montag, innerhalb weniger Stunden passierte und mir wie jedem anderen in der Regel nur 40 Wochenstunden zur Verfügung stehen, gab es nach der Heimkehr noch einiges zu organisieren. (jetzt mit Update, ganz unten…)

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Menschen, die auf Handys starren *)

 

Da meint man, man habe schon alles gesehen und alles erlebt. Wer aber einmal seine Mitmenschen aufmerksam beim mobilen Telefonieren beobachtet, findet binnen kurzer Zeit genügend Anregungen für eine wissenschaftliche Studie. Sollten Sie zu meiner Altersklasse und damit zu den sogenannten Baby Boomern gehören (die, deren Geburtsjahr mit 195 bis 197 anfängt), dann kennen Sie die einst erlernte typische Handhaltung beim Telefonieren: Die rechte oder auch linke Hand seitlich an der jeweiligen Kopfseite, das obere Ende des Hörerknochens am Ohr.  Sinnvollerweise befand sich dadurch das untere Ende in Mundnähe, was für das dort befindliche Mikrofon höchst vorteilhaft war. Fortgeschrittene kennen noch die mit diesen ortsgebundenen Geräten verknüpfte Abhängigkeit von der häuslichen Anschlussstelle in der Wand und der Kabellänge bis zum eigentlichen Telefon. Und die dadurch nur bedingt einzuhaltende Privatsphäre bei ultralangen Telefonaten in der Pubertät – ach lassen wir das.

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Bridge over troubled water? Offenbar nicht.

Noch habe auch ich samstags Ruhetag – Zeit, die überraschend eingetroffenen Kommentare freizuschalten (danke für die aufmunternden Worte!) und die letzten vier Tage zusammenzufassen.

 

 

Im Jobcenter, einen halben Tag vor der gefürchteten Arbeitslosigkeit – eher klappte es nicht (konkreter: die letzten dreieinhalb Monate lang) . Aber eine erfahrene Berufsberaterin, die meine bisherige Eigeninitiative anerkennt, bringt es auf den Punkt: „Morgen dürfen Sie feiern! Denn um den Gründungszuschuss für eine selbständige Tätigkeit beantragen zu können, den Sie bei Ihren Plänen fast sicher bekommen würden, müssen Sie mindestens einen Tag lang arbeitslos gewesen sein.“

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Zweimal werden wir noch wach… (mit Update)

Ein komisches Gefühl. Nach 30 Jahren als angestellter Volontär, Redakteur, Chefredakteur und Pressesprecher beginnt am 1. Februar die nächste Phase – als freiberuflicher Journalist, Fotograf und Ideenschmied.

Was vorher geschah: die Pressestelle (die aus Me, Myself & I bestand) wird zum Februar aufgelöst. *) Die letzten drei Monate als „Geheimnisträger“ seit Oktober bei vollem Gehalt freigestellt, daheim den Schock verdauend und neue Pläne machen, andenken, zweifeln, verwerfen. Allein über diesen Zeitraum lohnt ein Buch, vielleicht später mal. Also die ersten zwei, drei Bewerbungen meines Lebens schreiben. Bisher wurde ich nur abgeworben und musste mich nicht selbst anbieten. Mit 60 wohlgemerkt, auch wenn ich mich selbst deutlich jünger fühle. Und 200 Bewerbungen am Fließband versenden? Ich will doch nur einen Job, nicht so drängeln. Mich gut verkauft im Vorstellungsgespräch, aber zumindest diesmal überqualifiziert und (wäre ich angenommen worden) unterbezahlt.

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