Menschen, die auf Handys starren *)

 

Da meint man, man habe schon alles gesehen und alles erlebt. Wer aber einmal seine Mitmenschen aufmerksam beim mobilen Telefonieren beobachtet, findet binnen kurzer Zeit genügend Anregungen für eine wissenschaftliche Studie. Sollten Sie zu meiner Altersklasse und damit zu den sogenannten Baby Boomern gehören (die, deren Geburtsjahr mit 195 bis 197 anfängt), dann kennen Sie die einst erlernte typische Handhaltung beim Telefonieren: Die rechte oder auch linke Hand seitlich an der jeweiligen Kopfseite, das obere Ende des Hörerknochens am Ohr.  Sinnvollerweise befand sich dadurch das untere Ende in Mundnähe, was für das dort befindliche Mikrofon höchst vorteilhaft war. Fortgeschrittene kennen noch die mit diesen ortsgebundenen Geräten verknüpfte Abhängigkeit von der häuslichen Anschlussstelle in der Wand und der Kabellänge bis zum eigentlichen Telefon. Und die dadurch nur bedingt einzuhaltende Privatsphäre bei ultralangen Telefonaten in der Pubertät – ach lassen wir das.

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Bridge over troubled water? Offenbar nicht.

Noch habe auch ich samstags Ruhetag – Zeit, die überraschend eingetroffenen Kommentare freizuschalten (danke für die aufmunternden Worte!) und die letzten vier Tage zusammenzufassen.

 

 

Im Jobcenter, einen halben Tag vor der gefürchteten Arbeitslosigkeit – eher klappte es nicht (konkreter: die letzten dreieinhalb Monate lang) . Aber eine erfahrene Berufsberaterin, die meine bisherige Eigeninitiative anerkennt, bringt es auf den Punkt: „Morgen dürfen Sie feiern! Denn um den Gründungszuschuss für eine selbständige Tätigkeit beantragen zu können, den Sie bei Ihren Plänen fast sicher bekommen würden, müssen Sie mindestens einen Tag lang arbeitslos gewesen sein.“

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Zweimal werden wir noch wach… (mit Update)

Ein komisches Gefühl. Nach 30 Jahren als angestellter Volontär, Redakteur, Chefredakteur und Pressesprecher beginnt am 1. Februar die nächste Phase – als freiberuflicher Journalist, Fotograf und Ideenschmied.

Was vorher geschah: die Pressestelle (die aus Me, Myself & I bestand) wird zum Februar aufgelöst. *) Die letzten drei Monate als „Geheimnisträger“ seit Oktober bei vollem Gehalt freigestellt, daheim den Schock verdauend und neue Pläne machen, andenken, zweifeln, verwerfen. Allein über diesen Zeitraum lohnt ein Buch, vielleicht später mal. Also die ersten zwei, drei Bewerbungen meines Lebens schreiben. Bisher wurde ich nur abgeworben und musste mich nicht selbst anbieten. Mit 60 wohlgemerkt, auch wenn ich mich selbst deutlich jünger fühle. Und 200 Bewerbungen am Fließband versenden? Ich will doch nur einen Job, nicht so drängeln. Mich gut verkauft im Vorstellungsgespräch, aber zumindest diesmal überqualifiziert und (wäre ich angenommen worden) unterbezahlt.

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