Ich steak im Dilemma

Die MAREDO-Restaurantkette geht in die Insolvenz – und mir gehen fast fünf Jahrzehnte Steak-Geschichte durch den Kopf.

NEU – mit Happy End am Ende des Beitrags!

Mein erstes Mal, ja, das war im August 1973 – in „Link’s Weinstube“ in Wiesbaden-Schierstein. Dort aß ich, gerade 16 Jahre alt und mit meinem Verein unterwegs, mein erstes Rumpsteak. 4/5 des Fleisches war pure Fleischeslust, der Rest ein für mich ekliger, leider bis dahin unter einer Pfeffersauce versteckter Fettrand. Ich lernte, dass Rumpsteaks immer einen Fettrand haben und dass ich sie folglich mein Leben lang meiden würde. „Ich steak im Dilemma“ weiterlesen

Brain-Dump 1.0

Brain artificial
Wüste Zeiten sind das. Seit neun Monaten beutelt uns Corona, mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Menschheit, sei es wirtschaftlich, gesundheitlich oder einfach zwischenmenschlich.
Brain artificial
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Als Home-Office-Arbeiter hatte ich sozusagen schon einen Vorsprung vor allen anderen, die zwangsweise von daheim aus arbeiten und sich erst einmal organisieren mussten. Auch lassen sich fertige Texte ohne jeden persönlichen Kontakt erstellen, verarbeiten und an den Empfänger weiterleiten, die passenden Bilder gleich mit. Die Fachredaktionen und andere Kunden hatten die Krise auch verhältnismäßig unbeschadet (bis jetzt) überstanden und blieben als Abnehmer meiner Artikel erhalten.

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Auf eigenen Füßen

…und auf eigene Verantwortung: Seit dem 1. Juni arbeite ich als selbstständiger Texter, Autor und Fotograf im Home Office.
Fachbuecher
Nur ein kleiner Teil der gedruckten Fachbücher, die hinter mir stehen – wortwörtlich.

Also, bis auf die „eigene Kasse“, aus der ich mich jetzt höchst bescheiden bezahle, bleibt es die gleiche Tätigkeit wie (bis dato aber nur nebenberuflich) schon die letzten drei Jahrzehnte.

Dass ich mit mittlerweile 63 Jahren dabei noch mit einem Gründungszuschuss für sechs Monate mit der Option auf neun weitere Monate (dann etwas weniger Geld) starten kann, hatte mich auch überrascht. Aber bei der Agentur für Arbeit ist ein nun selbstständiger Journalist immer noch besser als ein arbeitsloser. Kann auch sein, dass es einfach nur aus einer anderen Kasse gezahlt wird und die Arbeitslosen-Statistik aufhübscht, die während und hoffentlich bald nach Corona in den Keller rauschen dürfte.

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Menschen, die auf Handys starren *)

 

Da meint man, man habe schon alles gesehen und alles erlebt. Wer aber einmal seine Mitmenschen aufmerksam beim mobilen Telefonieren beobachtet, findet binnen kurzer Zeit genügend Anregungen für eine wissenschaftliche Studie. Sollten Sie zu meiner Altersklasse und damit zu den sogenannten Baby Boomern gehören (die, deren Geburtsjahr mit 195 bis 197 anfängt), dann kennen Sie die einst erlernte typische Handhaltung beim Telefonieren: Die rechte oder auch linke Hand seitlich an der jeweiligen Kopfseite, das obere Ende des Hörerknochens am Ohr.  Sinnvollerweise befand sich dadurch das untere Ende in Mundnähe, was für das dort befindliche Mikrofon höchst vorteilhaft war. Fortgeschrittene kennen noch die mit diesen ortsgebundenen Geräten verknüpfte Abhängigkeit von der häuslichen Anschlussstelle in der Wand und der Kabellänge bis zum eigentlichen Telefon. Und die dadurch nur bedingt einzuhaltende Privatsphäre bei ultralangen Telefonaten in der Pubertät – ach lassen wir das.

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