Menschen, die auf Handys starren *)

 

Da meint man, man habe schon alles gesehen und alles erlebt. Wer aber einmal seine Mitmenschen aufmerksam beim mobilen Telefonieren beobachtet, findet binnen kurzer Zeit genügend Anregungen für eine wissenschaftliche Studie. Sollten Sie zu meiner Altersklasse und damit zu den sogenannten Baby Boomern gehören (die, deren Geburtsjahr mit 195 bis 197 anfängt), dann kennen Sie die einst erlernte typische Handhaltung beim Telefonieren: Die rechte oder auch linke Hand seitlich an der jeweiligen Kopfseite, das obere Ende des Hörerknochens am Ohr.  Sinnvollerweise befand sich dadurch das untere Ende in Mundnähe, was für das dort befindliche Mikrofon höchst vorteilhaft war. Fortgeschrittene kennen noch die mit diesen ortsgebundenen Geräten verknüpfte Abhängigkeit von der häuslichen Anschlussstelle in der Wand und der Kabellänge bis zum eigentlichen Telefon. Und die dadurch nur bedingt einzuhaltende Privatsphäre bei ultralangen Telefonaten in der Pubertät – ach lassen wir das.

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