My Home is my Castle

… oder zumindest my Office. Spontane Überlegungen nach den ersten sechs Wochen im Heimbüro.

Zum Eingewöhnen hatte ich einen extra kurzen Monat gewählt, ach nee, es ergab sich so mit dem Februar. Ein spezieller Tagesrhythmus hat sich eingestellt, und mir ab und zu klarzumachen, dass es so in den nächsten Jahren weitergeht, war eine der vielen psychologischen Aufgabenstellungen, die den Arbeitsablauf begleitet haben. Das vorweg: es macht Spaß, auch, das schlechte Gewissen abzuschalten, das sich meldet, wenn man morgens nicht pünktlich um 9 Uhr erstmals in die Tasten haut. Das klappt auch ein Stündchen später, weil erst der Tee aufgesetzt werden muss, ein Plausch mit der Nachbarin gehalten wird (79), die sich freut, dass jetzt immer ein Mann im Haus ist. Der auch Schnee schippt für sie, weil das selbstverständlich ist. Der den Briefträger jetzt mal persönlich kennengelernt hat (den gibt’s wirklich!) und der gegen Mittag die tägliche Einkaufsrunde macht, weil mir sonst doch (vielleicht) die Decke auf den Kopf fallen könnte. Ergänzt durch den Trip zum Sportstudio, dreimal pro Woche. Gekündigt werden hält fit, sozusagen.

Ob das so bleibt? Nach zwei Monaten der Arbeitslosigkeit im Februar und März, in denen aber weiter nach einer neuen Tätigkeit gesucht wurde,  brachte die gestern abgeschlossene IWA in Nürnberg mehr als ein helles Licht am Tunnel-Ende:  Ab April (ich schreibe bewusst nicht: „ab 1. April“, weil ich den müden darauf meist folgenden Witz nach vier Tagen nicht mehr hören kann) bin ich wieder in fester Anstellung, aber dennoch vom Home Office aus – mit jeder Menge Reisen, spannenden Aufgaben und vielen Kontakten zu höchst aktiven Menschen. Nein, kein Klinkenputzen mit Bibeln, sondern wieder/weiter als Pressereferent, und weiter der Waffenbranche verbunden. Stay tuned, demnächst mehr dazu…

PS1: Das mit dem kopfstehenden Haus, das wollte ich übrigens nicht. Ich muss auf dem Weg nach Nürnberg da beim Einparken drangestoßen sein. Man kann es in dieser Position auch als Arche einsetzen. Es steht im übrigen bei Wertheim-Lengfurt und wird als Café genutzt.

PS2: Vielen Dank an die zahlreichen Erinnerer, die mich in Nürnberg angesprochen haben und auf die nächste Story im etwas vernachlässigten Blog warten. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele bisher mitgelesen haben. Nachfrage verpflichtet – ich seh halt zu, dass es hier regelmäßigere Updates gibt, und an Anlässen dürfte es gerade im neuen Job nicht mangeln.

 

2 Antworten auf „My Home is my Castle“

  1. Glückwunsch! Die IWA ist also auch als „Jobbörse“ durchaus brauchbar. 🙂

  2. Danke! Das wird sie immer mehr, es gibt sogar Schwarze Bretter mit Jobangeboten für Büchsenmacher, Beratungsstellen und sehr starke Unterstützung durch die Messeleitung.

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